Last day – goodbye Japan

Hab heute brav den Christian zum Flughafen gebracht und noch die letzten Sachen in Tokyo für Agnes und Markus „erledigt“ ;-) .

Zuerst zum Meiji-jingu – ein Shrine mitten in Tokyo, der aber völlig im Wald liegt! Und das nur Minuten von den ärgsten Hochhäusern der Welt entfernt! Sehr freaky, cool und flashig!

Anschließend gings zu einem der höchsten Hochhäuser in Shinjuku, dem Tokyo Metropolitan Government Office, das im 45. Stock einen Gratis-Observation-Bereich hat… Rock on!

An meinem letzten Tag in Tokyo ist mir die Stadt plötzlich schon sehr gewaltig vorgekommen, die U-Bahnen riesig mit tausend langen Gehzeiten, wenn man wechseln wollte, und einem Einkaufszentrum an das andere gereiht…

Vielleicht hat der 1. Eindruck getäuscht, aber anscheinend ist Tokyo doch sehr sehr groß und großer und noch größer. Allerdings fällt einem das vielleicht nicht gleich auf, weil die U-Bahnen so regelmäßig und gut fahren (wenn wirklich viel los ist in Abständen von 2 oder 3 Minuten) und es auch so viele Linien gibt…

Dadurch, dass mein Flug morgen Früh geht, wars das dann wohl – ein letztes Mal Essen im japanischen Schnellimbiss (Udon und Curry) und ein schnelles Fazit vor dem letzten Mal Schlafen in einem harten japanischen Bett…

Was ich mag an Japan und was ich nicht vermissen werde:

Ich mag auf alle Fälle das Essen – Sushi, Maki, Yakidomiburi, Ramen, Udon & Soba, kalte Soba, Curry, Yakiniku… Allerdings ist es echt sehr blöd, dass das Gemüse und Obst so viel kostet und von der Qualität extrem schlecht ist (zumindest das Obst – hab im letzten Monat 2 mal einen Apfel gekauft und jedes mal weggeschmissen, weil er einmal so mehlig war, dass er einfach nur zum weghauen war und das zweite Mal, ungenießbar war, weil er extrem nach Plastik geschmeckt hat – auch innen!). Und das ist halt auf die Dauer echt ein Problem!

Bei den meisten Sachen bin ich allerdings ziemlich zwiegespalten. Auf der einen Seite ist es schön, dass du nie von jemanden angeschrien wirst, wenn du mal rempelst oder dass nie irgendjemand was Böses tut – allerdings ist das auf der anderen Seite so scheinheilig und einfach unehrlich, weil man einfach bei Japanern nie weiß, woran man ist und ob sie Sachen nur für einen tun, weil man sie darum bittet und sie nicht Nein sagen können und sich innerlich gewaltig ärgern, dass sie das tun, oder ob sie es wirklich machen wollen. Auch den freakigen, aufgetussten, metrosexuellen Kleidungsstil muss man nicht unbedingt übertragen und da mir ja hier sowieso nix passt, ist Thema Kleidung und Mode ein eindeutiges Minus!

2 Seiten hat auch die japanische Disziplin und Korrektheit, die mir prinzipell schon zuspricht und ich find, dass das in Europa gern ein bisschen adaptiert werden könnte, aber die tausend Ansagen in den U-Bahnen, auf Rolltreppen und überall sind dann doch etwas viel, genauso wie die ungeschriebenen Verhaltensregeln und Sitten.

Was natürlich cool ist, ist das Land, die Berge, das Meer, die Vulkan und Inseln, die Rehchen und die extrem schönen Tempel und Shrine, die auch nach dem 50. für mich immer noch sehenswert sind, weil jeder speziell und anders und auf seine Weise schön ist…

To be continued…

Ich glaub schon, dass Japan eines der extremsten Länder ist, weil die Kultur so speziell und ganz anders als jede andere Kultur ist – Korea zum Beispiel war da viel unkomplizierter und leichter zu adaptieren (außer dem Essen). Wert ist es die Reise auf alle Fälle – denn eine Erfahrung ist Japan auf alle Fälle – wenn man sich darauf einlässt!

~ von chrisiinjapan am August 29, 2008.

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