6 Tage in Korea…

4.8. – Busan:

Mit der Highspeedfähre (die beim Einsteigen sehr Angst einflößend war, weil sie gewackelt hat wie wahnsinnig und ich nach 10 Sekunden schon geglaubt hab, ich lehn mich gleich wie die Christine in Tokashiki über die Reling…) gings ab nach Busan – „die“ Hafenstadt Koreas. Zum Glück hat sich das Wackeln im Stehen während der Fahrt gelegt und mein Frühstück hat meinen Magen nicht verlassen…

Busan an sich war ziemlich cool – voll große Stadt mit 100.000 Woklkenkratzern, Bergen auf der einen und Meer auf der anderen Seite mit dem ärgsten Industriehafen überhaupt. Wir sind zum Beomeosa Tempel gefahren …

    

und anschließend zum Tower rauf mit ausgezeichnetem Ausblick…

  

Haben uns auch ans koreanische Essen ran gewagt –> hot hot hot! Und ganz viel Oktopus ist überall dabei – pfui!

5.8. – Seoul:

Mit dem Highspeedzug gings heut gleich weiter nach Seoul (um so wenig Geld im Vergleich zu Japan…) Haben mit dem Beewon Guesthouse eine perfekte Location gewähnt und waren in nur 3 Minuten per pedes beim Changdeokgung, dem (lt. Lonley Planet) schönstem der vielen Paläste der ehemaligen Dynastie.

    

Auch nur 10 Minuten entfernt ist die genialste Touristen-Souvenir-Straße Insadong, wo ich meine Ersparnisse unters Volk bringen werde.

Am Bahnhof sind wir heute wiedermal von wildfremden Leuten angequatscht worden und das Ticketsystem in der U-Bahn ist auch etwas fragwürdig, aber ansonsten ist der 1. Eindruck von Seoul ganz gut – hypermoderne U-Bahnen und Züge (die Asiaten müssen sich ja denken, dass sie im ärgsten Entwicklungsland gelandet sind, wenn sie mal die Wiener U-Bahn sehen…)  und alles voll gut auf English beschrieben. Zusätzlich können auch voll viele Leute Englisch (im Vergleich zu Japan)!!!

6.8. – Seoul:

Sind heute auf dem Seoul Tower (N’Seoul Tower), wo wir die gigantische Größe von Seoul bewundern konnten.

Nach diesem Höhentrip haben wir uns mit Tsubasa (Pack JaeHan) getroffen, der uns zum Grande Park gebracht hat, wo wir den ganzen Nachmittag herumgelaufen sind. Wer ist da süßer???

       

Dann gings ab zum Dinner ( scharf !!!) und für die Jungs shoppen, um für den Nightclub gestylt zu sein, wo wir erleben durften, wie Koreaner und innen so feiern… Hihihi…

  

Wissenswertes über die koreanische Clubszene:

* die 80er, 90er-Disco-Music ist ganz hoch im Kurs

* wenn man Tip gibt, wird mal lässig ein Mädl an den Tisch gebracht (nein, keine Bezahlte, sondern ganz normale weibliche Gäste!!!)

* Alter ist wirklich relativ – von 19 bis 60, Student oder Businessman, getrunken wird bis zum Umfallen (d.h. bei für koranische Verhältnisse sind das 3 kleine Bier) und gemeinsam zu furchtbarer Musik „getanzt“ ( – der asiatische Tanzstil ist noch versteifter als der weißer Männer – das führt zu wilden, unkooridinerten Bewegungen mit „Stock im A….“)

* Boyband & Choreographien sind wieder in!

* Der Abend und die Stimmung wird vom Club / DJ bestimmt - Koreanern muss offensichtlich gesagt werden, was und wie sie was wann machen sollen…

7.8. – Seoul:

Heute sind wir getrennte Wege gegangen – während Christian Digicam kaufen war und sich die tollen Fußballstadien in Seoul angeschaut hat, bin ich auf den kulturellen Pfad gegangen – zum Deoksgung Palace, wo ich gerade richtig zur changing-of-the-guard ceremony gekommen bin.

    

Anschließend gings weiter zum Museum of Contemporary Art, wo eine extrem coole Austellung zum Thema visueller Wahrnehmung war. Die permanente Ausstellung war dafür nicht ganz so mein Fall – einfärbige Leinwände – naja, contemporary halt ;-)

 

(Lustig an der „Tür“ war, dass nachdem ich das Photo gemacht habe, plötzlich ein kleiner Bub den Türknauf geschnappt hat und weggelaufen ist – Vandalismus?!?)

  

Anschließend gings nochmal zur Insadong, wo ich heute wirklich alles alles alles gekauft habe…

8.8. Seoul:

Heute war die DMZ-Tour (DMZ = Demilitarized Zone) auf dem Programm – die geführte Tour zur nordkoreanischen Grenze. Erste Station war die Freedom Bridge & der Peace Bell…

 

… und danach gings weiter zum 3rd Infiltration Tunnel, der 1978 von den Südkoreanern entdeckt wurde. Der Tunnel war so konstruiert, dass 30.000 nordkoreanische Soldaten in 1 Stunde durch kommen konnten. Lustig war, dass der Tunnel nur ca. 1,70 Meter hoch war –> Christian ist 15 Minuten waagrecht gegangen und ich komplett aufrecht – manchmal zahlt es sich doch aus, klein zu sein :-) .

Anschließend gabs einen propagandistischen Film zur Unification, wo Korea als 1 Land dargestellt wurde, was durch den Stacheldraht und die starken Sicherheitsvorkehrungen an der DMZ allerdings eindeutig konträr war.

 

Nächste Station war das Observatory (oben) mit Blick nach Nordkorea und zuletzt die surreale Train Station, die als Zeichen der Unification einen Track nach Pyeongyang (Hauptstadt von Nordkorea) hat…

 

Generell war die Tour extrem interessant, aber auch voll freaky wegen den konträren Eindrücken, die während der Tour übermittelt werden! Aja, „nettes“ Detail zum Schluss: Ich habs immer org gefunden, dass die Südkoreaner 2 (!!) Jahre Militärdienst haben, aber in Nordkorea haben Männer 10 Jahre und Frauen 7 Jahre !!! Ausgezeichnet!

9.8. – Seoul -> Busan -> Fukuoka:

Da wir heute den ganzen Tag im Zug und mit der Fähre zurück nach Japan gereist sind, hier nur ein paar Überlebenstipps für Korea:

* Nie bei grün über die Ampel gehen – unser Taxifahrer könnte in der Nähe sein!

* Immer brav rempeln und schubsen (sonst wird man geschubst!)

* Besser auf spezielles, scharfes Essen einstellen

Fazit Korea:

Im Vergleich zu Japan reden einen hier die Leute immer an, was etwas gewöhnungsbedürftig ist. Dafür ist das Land und die coole Anordnung von Stadt & Bergen sehr schön und die Transportmittel voll stylish und sicher. Allerdings stinkt es mehr als in Japan (was nicht wirklich ein Vergleich ist, weil es in Japan so gut wie keinen Geruch hat…), aber wirklich nervig ist, dass die Klimaanlagen nicht so gut gehen… Aber großes Plus: Billig shoppen! Und Pama und Co. sind auch dabei!

~ von chrisiinjapan am August 9, 2008.

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