Poker und Party…

Marlene, du wirst ganz stolz auf mich sein – hab mich im 2. Teil des Semesters zu einer ganz „braven“ Austauschstudentin gemausert. Das liegt zum Einen daran, dann ich nur Montag, Donnerstag und Freitag Kurse habe (und die fangen nie vor 12:00 an) und zum Zweiten, dass ich jetzt doch schon einige nette, lustige, eigenartige Leute kenn und deswegen doch irgendwie jeden Abend was los ist. Die Lieblingsbeschäftigung de Jungs ist zur Zeit grad bis 5,6 in der Früh pokern – und wer macht da natürlich gleich mit?!?! Ich stell mal die Hauptakteure vor:

Kevin – einer der wenig aushaltbaren & netten Amerikaner (sorry, aber prinzipell kommen vor allem die Europäer mit der Ami-Coolness nicht so gut klar), sieht im Schnitt 5 mal pro Woche den Sonnenaufgang, wenn er vom Fortgehen heimkommt….

Joji – der japanische Schweizer, der die letzten Jahre im Big Apple verbracht hat. Japanese look – European attitude & American English – sehr verwirrend. Schlägt uns prinzipell immer im Poker (obwohl er mit den unmöglichsten Karten spielt, mit denen man nie gewinnen kann!).

Chris – japanischer Indoneser (hab ich schon mal erwähnt, dass mir dieses „ich bin in 10 Ländern aufgewachsen und hab 3 verschiedene Pässe und war schon in allen Städten in Europa und Amerika“-Ding auf die nerven geht? – Man fühlt sich sehr langweilig, wenn man dann erklärt, wo man herkommt ;-) ), der „vernünftige“ der Gruppe, studiert brav und fleißig – sein einziges Laster ist da wohl Pokern…

An den Wochenenden rottet sich die deutsch-sprachige Community unbewusst immer zusammen, obwohl es eigentlich sehr ärgerlich ist, wenn man mit den Deutschen unterwegs ist, weil dann jeder glaubt, dass wir auch aus Deutschland sind – iiiiiiiihhh!!!

Raphael- der klassische Bayer, Naturbursche und besonders unterhaltsam im betrunkenen Zustand (Seine Monologe sind Gold wert!).

Philip – der bodenständige Deutsch-Deutsche aus dem Sauerland (jaja, versucht mal herauszufinden, wo das ist!!), klaut gern unseren österreichischen Wein – Frechheit!

Volker – der schüchterne Stuttgarder, der hier noch weitere 3 Jahre verbringen wird (der Ärmste). Ist manchmal echt süß, weil er die ganze Zeit unbeabsichtigt (!!) deoppeldeutige Aussagen liefert und es nie selber checkt…

Meron – eigentlich Engländer, aber ist in Mannheim aufgewachsen. Ist der brave Student, aber am Wochenende – uhlala!

Die Christine, das verrückte Huhn, muss ich eh nicht erwähnen –> das „wir“ in meinen Sätzen kennzeichnet die österreichische Einheit…

Zu guter Letzt haben wir dann noch Solveig aus Island, die es zu später Stunde nicht mehr so leicht hat mit uns, weil die Jungs andauernd von English auf Deutsch und zurück switchen…

Wie man ziemlich leicht erkennt, häng ich gern mit den „Jungs“ herum – das liegt wohl daran, dass die asiatischen Mädls hier sehr sehr sehr girlie-like sind und auf längere Sicht nicht viel außer Kochen & Gespräche über Maniküre zu kriegen sind – und die raren westlichen Mädls sind zum Teil auch schon japanized…

さようなら

~ von chrisiinjapan am Juni 30, 2008.

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