4.6. Destination: Naha - Sonnenschein
Nachdem wir bis 3 Uhar auf der tollen freakigen Party im neuen Club waren, war das Aufstehen nicht ganz so leicht. Aber als Cec 30 Sekunden nach meinem Wecker an meine Tür klopfte und mir mitteilte, dass der Bus nach Fukuoka wegen dem schlimmen Nebel nicht nach APU kommt und wir stattdessen nach Kanawa mit dem Taxi müssen, war ich hellwach. Obwohl wir eine halbe Stunde aufholen mussten, erwischten wir den Bus –> Schleepis!
Fliegen war voll cool, weil 1. der riesige Flieger komplett leer war und 2. der Ausblick auf die Okinawischen Inseln sehr lässig war.

Angekommen in Naha war es mal eine Herausforderung unser Hostel „Base Okinawa“ zu finden, weil der Taxifahrer null Ahnung hatte, wo wir hinwollten und die Leute bei der Infostelle am Flughafen, als sie den Namen des Hostels gehört hatten, mal die Liste der amerikanischen Militärbasen herausholten. Das Hostel war dafür eigentlich sehr süß alternativ, der „Strand“ allerdings sehr enttäuschend – das lag wohl an der Straße, die im Meer war, und den vielen Baustellen im Meer. Es wurden im Schock leider keine Photos gemacht, aber hier eine Skizze zum besseren Verständnis:

Nach dieser tragischen Erkenntniss schlenderten wir in der Stadt herum, kauften 1000 Hello Kitties! und dann HAMM HAMM! Weil wir noch vom Dienstag „etwas“ übernachtig waren, sind wir dann zurück ins Hostel, wo wir die sehr verzweifelte Deutsch-Japanerin Keko kennengelernt und noch Erlebnisse ausgetauscht haben.
Fazit: Grindiger Baustellen-Beach; noch weniger Mistkübel als in Beppu, dafür sind die Leute lässiger; heiß, heiß, heiß!
5.6. Nago – Sunshine
Sind heute früh nach Nago im Südwesten von Okinawa aufgebrochen. Hatten uns am Vortag ein cooles Hotel rausgesucht, aber dort hat dann keiner abgehoben (sehr mysteriös!). Sind deswegen dann ziemlich verwirrt durch Nago gelaufen auf der Suche nach einem Guesthouse. Als wir dann endlich was gefunden haben, waren wir komplett durchgeschwitzt und ein „bisschen“ geschockt – vor allem Christine, die gleich mal eine Eidechse an der Wand über ihrem Bett gesehen hat.

Heiß, heiß, heiß und schwül, aber süße Hängematten und ein Strand voller Muscheln und Einsiedlerkrebsen.

Haben uns in die Stadt aufgemacht – viel netter als Naha, aber keine Insektensprays – Cec hatte nach ca. 30 Minuten tausend Megastiche. Es war noch heißer –> schwitzi! Und natürlich haben Joona (der Finne) und ich uns einen schönen Sonnenbrand eingefangen. Haben am Abend okinawische Sake probiert und sind in der Hängematte herumgelegen. Joona ärgert mich die ganze Zeit, dass ich wie eine Amerikanerin ausschau – kompletter Blödsinn (Hintergrund dazu: Okinawa war nach WWII extrem lang von den Amerikanern besetzt und auch jetzt gibt es dort noch imense Stützpunkte – deswegen sind die Amis halt nicht so sehr beliebt dort).
Haben noch eine Rieseneideches, eine Mega-Kakerlake und eine riesige Spinne gesehen. Sitz/lieg jetzt immer noch in der Hängematte, hör den Grillen und der okinawischen Musik (sehr japanisch-hawaiianisch) zu und schau aufs Meer!
6.6. Nago – Regen
Schlafen war nicht wirklich drinnen heute, wegen Angst vor Tierchen und extremer Hitze. Waren aber im Ocean Expo Park, wos viele viele coole Fischis gibt und vor allem ganz große:

HAMM! Unser liebstes Essen – Tako (Oktopus)!
Lustiges Fischi, Walhai und Riesenrochen!


Als wir rauskamen, hats leider voll geregnet
. Wir haben den Joona noch ins Blumen-Tropenhaus geschleift und sind dann aber bald wieder „nach Hause“, wo wir wiedermal tausend Stunden in den Hängematten gelegen sind, freakige Stories von einem Kanadier erzählt bekommen haben und leider der Guesthouse-Besitzerin bei ihrem Versuch Bongo zu spielen „gelauscht“ haben – sehr uncool!
Als am Morgen aufgewacht sind, dachten wir, ein Taifun weht grad über uns hinweg, weil sich der Wind in der Strandhütte voll arg angehört hat.
Highlight: Joona wacht in der Früh auf und erzählt uns, dass er aufgewacht ist und seine Hand bewegt hat und plötzlich etwas Warmes gespürt hat und dachte, dass er ja gestern gar kein Mädl mitgebracht hat und dann ist er draufgekommen, dass die Katze sich zu ihm gekuschelt hat. Die lieben Finnen sind ja als ziemlich kühl bekannt, aber Joona ist ein Paradebeispiel eines Finnen – trinkt gerne, genügsam (wenn Bier vorhanden) und komplett emotionslos. Zitat (zur Katze, natürlich ohne die geringste Erregung in seiner Stimme): „I don’t like cats. I was so angry.“

7.6. Nago, Naha, Tokashiki – Regen & Wind
Heute morgen gings dann trotz dem „Orkan“, der ja eigentlich doch nur starker Wind war, zurück in die Hauptstadt Naha und von dort gleich weiter mit der Fähre nach Tokashiki-jima. Da es „etwas“ windig waren und dadurch „etwas“ hohe Wellen waren und unsere Fähre keine riesige Fähre, sondern eher ein großes Boot war, wurde uns allen „etwas“ schlecht. Vor allem Christine hat es schlimm erwischt und als wir in Tokashiki Habour zum Stehen kamen, hat sie mal die ganze Boardseite angespieben – Guat!

Nachdem uns der Taxifahrer ein scheißiges und zu teueres Hotel aufschwatzen wollte, haben wir das Hostel Marine gefunden (japanese style, d.h. man hat einen Tatamiroom, in dem man auf dem Boden schlaft – klingt jetzt zwar unbequem, ist es aber nicht). Wetter war leider nicht so cool, aber der Beach dafür umso mehr!
Unsere Hostelbesitzer haben am Abend gegrillt und waren so nett, uns ein Teller mit gegrillten Meeresschnecken herzustellen – sehr aufmerksam. Aber schmeckt eigentlich „besser“, also man glaubt…

8.6. Tokashiki-jima – strahlender Sonnenschein

Die Hostelbesitzer haben uns heute zum Tokashiku Beach eingeladen (wir residieren am Aharen Beach). Sind in dem voll „coolen“ Truck hingefahren und haben dort Schnorchelzeug gekriegt und die allercoolste, allergrößte Meeresschildkröte überhaupt gesehen – direkt unter mir!!!! Die war mindestens so groß wie ich – mindestens!

Zurück am Aharen Beach sind wir dann noch mit Nemos Freunden herumgeschwommen. Leider hat mich die böse Sonne ein bisschen verbrannt und ganz gemeine Sonnenallergie ausgelöst. Die fiesen Mosquitos haben auch meinen ganzen Körper angeknabbert – Grrrr! Pokern jetzt grad und trinken Orion Biru und denken an Crush, die Meeresschildkröte!

9.6. Tokashiki-jima – noch mehr strahlender Sonnenschein

Sind heute faul am Beach herumgelegen, ich eingewickelt in Tücher, um meinen etwas „ausgeprägten“ Sonnenbrand nicht zu verstärken. Waren mit Nemo und seinen Freunden schnorcheln -> sehr cool, wenn man davon absieht, dass man ca. 10 Liter Salzwasser dabei verschluckt…

Am Abend sind wir wie immer vor dem Hostel gesessen, haben gepokert, Postkarten geschrieben und Joona geärgert (wobei das bei seinem kühlen Gemüt fast nicht möglich ist!). Als ich und Cec ins Bett gehen wollten, ist die großte aller Kakerlaken im Gang vor unserem Zimmer hin und her geflogen (ja, die können fliegen!). Töten konntne wir sie nicht, weil wir dazu einen Vorschlaghammer gebraucht hätten, deswegen haben wir (erfolgreich) verusch, sie mit Anti-Mosquito-Spiralen auszuräuchern. Krieg immer noch eine Gänsehaut, wenn ich an das Monster denk!

Aja, hab ich schon erwähnt, dass es hier 1. tausend Streunerkatzen gibt – die Insel der Katzen:

Und 2., dass man fast in jeder Muschel, die man aufhebt, einen Einsiedlerkrebs findet – am Anfang ist das ja lustig, aber wenn die in den allerschönsten Muscheln drinnen sind, kann das ganz schön nervig sein! Hab stundenlang versucht, sie mit anderen, besseren Muscheln herauszukriegen – aber no way! Doofe Einsiedlerkrebse, die meine schönen Muscheln in Beschlag nehmen!!!

10.6. Tokashiki-jima / Naha - Sonnenschein

Mussten heute unsere Trauminsel verlassen & zurück nach Naha. Joona & ich wollten eigentlich noch kajaken gehen, aber die doofen Wellen waren zu hoch –> sehr gute Voraussetzungen für die Fähre! Unser süße Hostelbesitzerin hat uns zum Hafen gebracht und noch ein paar coole Viewspots gezeigt mit der coolsten Aussicht überhaupt! Bye, bye, Paradise!

Die Fähre war trotz höherem Wellengang recht harmlos im Vergleich zur Hinfahrt. Sind in Naha in unseren süßen Ryokan (= japanese-style Hotel) eingezogen und dann shoppen gegangen. Joona hat sich als das größte Mädchen entpuppt (was shoppen betrifft)!

Am Abend waren wir dann noch ganz schön essen – hamm hamm Fischi! – und haben in der Strandbar mitten in der Stadt (!) Cocktails geschlürft.
11.6. Naha – Sonne & Wolken
Heute war unser letzer Tag in Okinawa
. Haben uns das Castel angeschaut und sind dann am Nachmittag zum Flughafen.


Kaum war Kyushu in Reichweite, wurde es wolkig und neblig und wir wollten gleich wieder umdrehen! Goodbye Tokashiki, goodbye okinawa, goodbye Nemo, Crush, Dorie, Sand, Sonne, Krebsis, Kakerlakis, Mosquitos, gut gebräunte Okinwaner, Reggae, Ukolele, Bongos,…

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